Cezanne im Dialog mit seinen Nachfolgern 

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Die Fondation Beyeler, Kunstmuseum in Riehen bei Basel, weiss immer wieder mit eindrücklichen Ausstellungen, die sich gegenüberstehen und gleichzeitig in Dialog mit einander stehen, zu überraschen.

Dieses Mal besuchte ich die Retrospektive über das Spätwerk des impressionistischen Malers Paul Cesanne (1839 – 1906). Dem gegenüber wurden in der Parallelausstellung «Sensations» Werke späterer Künstler aus der Museumskollektion gestellt, wie diese ihre Wahrnehmungen, Sinneseindrücke und Gefühle in Bilder umsetzten.

Cezanne bemühte sich in sein werk sich von der klassischen Malerei abzusetzen. Zunächst schloss er sich den Impressionisten an, bis er, inspiriert von den umsichtigen Anleitungen seines Künstlerkollegen, dem Maler Camille Pissarro in den 1870er Jahren, zu seinem eigenen Stil fand. Die Art, wie er mit seinem Farbenspiel Licht und Form strukturierte, machten seine Werke berühmt und sind bis heute Inspiration für zahlreiche Künstler: innen. Nicht umsonst erklärte ihn Pablo Picasso zum «Vater von uns allen».

Stillleben mit einem Krug und Obst, um 1890

Besonders an dieser Ausstellung ist, dass jedem Saal ein Thema gewidmet ist; so hat es ein Saal mit Porträts und Figuren, einer mit Stillleben, mit Landschaften, mit Badenden am Teich und mit Cezannes Lieblingsberg, die Montagne Sainte-Victoire in der Umgebung von Aix-en-Provence.

Sieben Badende, um 1900
De Montagne Sainte-Victoire, um 1888

Das bietet Gelegenheit die jeweiligen Werke – die manchmal über Jahre hinweg entstanden sind – und ihre Schaffensfasen richtig gut mit einander zu vergleichen. Besonders eindrücklich sind auch die Aquarelle, die ebenfalls in einem separaten Saal zu sehen sind.

Cezanne beschrieb seine Malerei immer wieder als «Sensations colorantes», was übersetzt werden kann als Farbempfindungen. Die Parallellausstellung «Sensations» nimmt diese Beschreibung als Ausgangspunkt auf für die Präsentation der Künstler späterer Werke, wie Monet, Van Gogh, Picasso, Warhol, Francis Bacon und andere, sowie auch Künstler des 21sten Jahrhundert wie Lucas Arruda, Ellsworth Kelley, Rudolf Stinger oder Issy Wood.

Pablo Picasso, Frau («Demoiselles d’Avignon»-periode), 1907

Zusammen bilden diese Ausstellungen ein wertvolles Ganzes; ein Museumsbesuch ist mehr als empfehlenswert!

Fondation Beyeler, Riehen bei Basel

«Cezanne», 25. Jan. – 25. Mai 2026

«Sensations», 21. Febr. – 26. März 2026


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